Gleichberechtigte Bildungschancen und soziale Teilhabe

Kreativität - Flexibilität - externe Unterstützung - ein klares JA

Im Kinderhaus Löwenzahn sind alle Menschen willkommen. 
Inklusion ist ein großes tragendes Wort und setzt von uns Haltung und Handlung voraus. Inklusion ist nur in Kooperation und in einem verlässlichen, eigenverantwortlichen und selbst reflektiertem Netzwerk bestehend aus unserem Team, Therapeuten, Frühförderstellen, Jugendamt und Landratsamt, weiteren Institutionen sowie pädagogischen und begleitenden externen Fachkräften/Hilfskräften erfolgreich. Inklusion kann nur gelingen, wenn wir Vielfalt wahrnehmen, annehmen und ernst nehmen - sie als Bereicherung verstehen und Wege zur Teilhabe ermöglichen. Dies gilt für uns sowohl im Umgang mit den Kindern und ihren Familien als auch mit Teammitgliedern. Kinder mit erhöhtem Förderbedarf betreuen wir unter dem Aspekt, dass unsere Einrichtung für das Kind einen ganzheitlichen Nährwert hat und wir ihm mit unseren Rahmenbedingungen, Strukturen und Ressourcen gerecht werden können. Die Bedürfnisse aller Löwenzahnkinder haben ihre Berechtigung und Inklusion kann für alle Beteiligten und vor allem auch für die anderen Kinder eine persönliche und gemeinschaftliche Bereicherung sein.
 
Für uns hat die Begleitung der Kinder mit und ohne erhöhtem Förderbedarf und ihrer Familien einen hohen Stellenwert.
Mit den Eltern sind wir von Beginn an offen, ehrlich und professionell sachlich in unserer Kommunikation. Wir beobachten, dokumentieren, tauschen uns kollegial aus und wenden uns in Absprache mit den Eltern an weitere beratende und begleitende Institutionen. Vielfältigkeit hat unterschiedliche Formen und bedarf der notwendigen Aufmerksamkeit und zusätzlichen Betreuung, daher beantragen wir gemeinsam mit den Eltern für das Kind Eingliederungshilfe bzw. Inklusionsleistung beim Landratsamt bzw. Jugendamt. Inklusion bedeutet für uns, die Kinder in ihrer Einzigartigkeit so anzunehmen wie sie sind, sie in ihren bisherigen Kompetenzen zu stärken und in ihren Entwicklungsthemen einfühlsam, authentisch und auf Augenhöhe zu unterstützen. Aus diesem Grund haben wir uns im März 2023 dazu entschieden, uns vom offenen Konzept nach Wieland zu verabschieden und zum anfänglichen Gruppenkonzept zurück zu kehren. Die begeisterte Resonanz der Kinder zeigte sich mit jeder diesbezüglichen Veränderung in struktureller und konzeptioneller Form sofort. Die wertschöpfende partizipierende Atmosphäre, welche Menschen brauchen, um Halt zu finden, stellte sich ein und verhalf dazu, dass sich sowohl die Kinder als auch die Familien schnell auf diese Konzeptionsänderung einlassen konnten. Unser Team kann in dieser Form den Bedürfnissen und Interessen der Kinder mit und ohne erhöhtem Förderbedarf sowie ihren Familien gerecht werden und eine Umgebung schaffen, in welcher die Löwenzahnkinder in ihrer Ich-Entwicklung wachsen und sich an einem gemeinschaftlichen Wir in ihren Möglichkeiten beteiligen.

Ja zu Inklusion, weil...

gemeinsame Spielprozesse die Entwicklung der Kinder entscheidend fördern und ihnen vielfältige Lernimpulse basierend auf ihrem jeweiligen Entwicklungsniveau ermöglichen. Nicht die Schwächen und Defizite der Kinder stehen im Vordergrund, sondern die Erkennung und Förderung ihrer Stärken und Fähigkeiten. Gelingt die Teilhabe am Gruppen Geschehen, werden wesentliche individuelle Förderziele erreicht, wie Anpassung und Ausdauer, Verbesserung der Wahrnehmung und Motorik, Fähigkeiten zur Durchsetzung und Gruppenfähigkeit. Der Kern des Orientierungsplanes besteht aus der Anregung von pädagogischen Handlungsimpulsen, die aus einer Matrix zwischen der Berücksichtigung von Entwicklungsbereichen der Kinder einerseits und ihren Grundbedürfnissen und Motivationen andererseits erwachsen. Es geht also darum, den Tagesablauf, das Raumangebot, das Spielmaterial und Projekte so auszustatten und zu gestalten, dass jedes Kind entsprechend seines Entwicklungsstandes aktiv werden kann.