die beste entwicklungsförderung ist spielen
individuell in allen Varianten - ist Entwicklungsgrundlage - macht Lebensfreude
Heute wieder nur gespielt?
Die Grundlage unserer individuellen, sozialen, kulturellen und technischen Entwicklungen und Errungenschaften ist Spielen. Es gibt keine Altersgrenze. Wir lernen von Beginn an und unser Leben lang - mit allem, was wir mit unserer intrinsischen Motivation und allen zur Verfügung stehenden Sinnen und Mitteln nutzen. Wir Menschen möchten uns entwickeln und brauchen deshalb Möglichkeiten, um spielen zu können. Die Einschränkungen des natürlichen Spielens führt zu Problemen. Spielen ist für uns durch nichts zu ersetzen und für eine gesunde Entwicklung Voraussetzung.
Entspielung der Kindheit
Im Kinderhaus Löwenzahn setzen wir genau an der Stelle an, an welcher wir es in unserer heutigen Gesellschaft als generelle komplexe Herausforderung empfinden. Wie genau spielen Kinder heute? Wann spielen sie? Wieviel spielen sie? Was spielen sie? Was hindert sie am Spielen? Für die Kinder ist ein Kindergarten Tag gleichzusetzen mit einem Arbeitstag eines Erwachsenen. Bei allem, was Kinder tun, geben sie sich die maximal möglichste Mühe. Sie sind bestrebt zu lernen, gehen ihren Interessen und Bedürfnissen nach, bringen sich eigenverantwortlich in die Gemeinschaft mit ein und tragen ihren Teil zu einem Miteinander bei. Kinder lernen am besten ohne Druck und Stress und stattdessen mit Begeisterung im Beobachten und Tun. Wann spielen Kinder einfach nur so?
Unser Freies Spielen
Unser Kindergartenalltag strukturiert sich in gemeinsame Gruppenaktivitäten und Freispiel, welche sich mit Ritualen zu bestimmten Zeiten abwechseln. Die Kinder partizipieren aktiv an der Gestaltung des Tages und können im Freispiel ihren Interessen und Bedürfnissen sowohl für sich als auch in Klein- und Großgruppen nachgehen. Bei uns im Löwenzahn spielen über 40 Kinder und brauchen unterschiedliche vorbereitete Umgebungen. Es stehen ihnen die Gruppenräume, die Funktionsräume, der Garten sowie der tagesaktuelle Alltag mit seinen Ereignissen zur Verfügung. Gespielt wird alltagsintegriert und auch mit Berücksichtigung vielfältiger Bedürfnisse. Wir nehmen den Orientierungsplan (Bildungsplan Baden-Württemberg) ernst, jedoch wird das freie Spiel bei uns nicht durch angeleitete Bildungsangebote ersetzt. Diese werden zusätzlich alltagsintegriert und freiwillig sowie auch gruppenübergreifend gestaltet. Freies Spiel darf auch kein kurzer Pausenfüller sein, sondern muss die Möglichkeit zum ganzheitlichen intensiven Tun, welches durch das Spielen entsteht, bieten.
Spielen ist wichtig.
Kinder spielen nicht nur, um etwas zu lernen. Das Spiel hat einen tieferen Sinn. Spiel hat die Aufgabe das Leben zu bewältigen und etwas fürs Leben zu lernen. Spielen ist für Kinder die wichtigste Tätigkeit überhaupt, sie ist der Zaubertrank für gelingende seelische und körperliche Entwicklung. Kinder lernen verantwortlich zu handeln, selbst wirksam zu sein, für ihre eigenen Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse einzutreten, sich mitzuteilen, sich zu entscheiden und in Kontakt mit sich und anderen zu sein. Kinder, die spielen agieren sozial, lernen sich zu regulieren, bauen Bindungen auf und finden zu Sicherheit und Wohlbefinden. Spielen erhält und macht Kinder gesund, weil Bewältigungserfahrungen nachweislich auch den Körper stärken und stark machen für die Herausforderungen des Lebens.
Lernen ohne Spielen ist möglich – Spielen ohne Lernen garantiert nicht!

